————–H.-P. Nosbüsch——-E. Gansen————–
C. Scheer——————————————-C. Lacher
—————-L. Pauli———-M. Wagner—————–
————————-C. Fuchs——————————-
—A.Roth—————————————-F. Lohmar—
————————-S. Thielen——————————
————————M. Scholtes—————————–

Nach den beiden Testspielniederlagen auswärts gegen Kruchten und Ferschweiler (0:1 und 1:3) an den beiden vergangenen Wochenenden stand heute das nächste schwere Spiel auf fremden Terrain an. Der Gegner war die dritte Mannschaft vom Tabellennachbarn aus Burbach, die Trainer Scholtes als sehr spielstarke und möglicherweise mit stärksten verbleibenden Gegner der Rückrunde einschätzte.
Personell konnte unser alter Trainerhaudegen wieder beinahe aus den Vollen und bekam mit Michael Wagner sogar einen Spieler aus der ersten Mannschaft dazu, der nach Verletzungspause wieder Spielpraxis sammeln sollte.
Trotz der Tatsache, dass wir als Auswärtsmannschaft anreisten und die Zielsetzung von Josef Scholtes vor dem Spiel lediglich war, nicht zu verlieren, schickte er eine auf dem Papier eher offensiv eingestellte Mannschaft aufs Feld.
Der verletzte Winfried Heinen wurde durch Marcel Scholtes ersetzt, dessen Position in der Abwehr schließlich Florian Lohmar übernahm.
Auch auf der Bank war geballte Qualität für jeden Mannschaftsteil vorhanden. Sascha Marx, Michael Endres und Alfred Jahndel standen bereit und hielten Josef Scholtes viele mögliche taktische Optionen offen.
Auch der Gegner aus Burbach war eher offensiv eingestellt, wollte er doch um jedne Preis am Tabellennachbar (1 Punkt Vorsprung) vorbeiziehen.
So wunderte es nicht, dass sich gleich zu Beginn ein recht schnelles Spiel einstellte, welches sich zu einem offenen Schlagabtausch auf hartem Ascheboden entwickeln sollte.
Die Gastgeber wollten gleich von Anfang an tonangebend sein und ließen uns vor allem in der ersten halben Stunde in der Hintermannschaft kaum Zeit zu verschnaufen. Die Angriffswellen des Gegners rollten ein ums andere Mal auf das Tor von M. Scholtes zu, doch die Abwehr konnte gefährlichere Sitauationen zumeist entschärfen oder zur Ecke abwehren.
Aus den vielen Eckstößen der ersten halben Stunde konnten die Burbacher jedoch kein Kapital schlagen, fanden sie zumeist im Kopf oder Fuß eines Utscheiders ihren Meister.
Fand dann schließlich doch ein Ball einen Weg durch die Reihen der Abwehr, so konnten die Schüsse oder Hereingaben vom, anfangs noch etwas unsicher agierenden, Torwart Scholtes geklärt und entschärft werden.
Nachdem wir diese Drangphase des Gegners gut überstanden hatten, zeigten auch wir eine recht ansprechende Leistung im Spiel nach vorne. Der Ball rollte schnell nach vorne und über mehrere Stationen zeigte sich die Pass- und Ballsicherheit der kreativen Mittelfeldleute.
Die beiden Flügelspieler unserer Mannschaft schalteten sich immer wieder intensiv ins Spielgeschehen ein und konnten sich ein ums andere Mal gut durchsetzen und den Flankenball nach innen bringen.
Die aus diesen schönen Situationen entstandenen Torchancen konnten jedoch leider nicht genutzt werden, so setzte beispielsweise Egon kurz vor der Halbzeit einen wuchtigen Kopfball aufs Lattenkreuz.
In seiner Halbzeitansprache monierte Josef Scholtes noch, die Unterlegenheit in der ersten halben Stunde und viele leicht hergeschenkte Bälle, hob jedoch auch die Leistungssteigerung und den großen Einsatzwillen vor allem in der letzten Viertelstunde lobend hervor.

Unverändert kamen beide Mannschaften schließlich aus der Kabine und wir machten genau dort weiter, wo wir am Ende der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Wir ließen den Ball über mehrere Stationen gut durchs Mittelfeld laufen und schnell entwickelte sich eine optische Dominanz auf dem Feld. Jedoch wollten diese schönen Kombinationen noch nicht in größere Tormöglichkeiten fruchten.
So brachte Trainer Scholtes in der 55. Minute den Doppeltorschützen Sascha Marx aus dem 3:0-Hinspielerfolg um den Druck in der Offensive zu erhöhen und Alfred Jahndel für den angeschlagenen und zudem gelb-vorbelasteten Florian Lohmar.
Fips gab gleich die Marschrichtung vor, was den Einsatz angeht, als er sich keine 5 Minuten nach seiner Einwechslung die gelbe Karte abholte. Auch Sascha Marx war direkt gut eingebunden in die offensiven Bemühungen und zeigte den gegenerischen Abwehrspielern mit seiner Dribbelstärke ihre Grenzen auf.
Bald kamen wir auch zu einigen hochkarätigen Chancen, die jedoch vom stark aufspielenden Heimtorwart entschärft werden konnten. So scheiterte Lothar aus halbrechter Position im 16er am Torwart und Egon mit einem guten Kopfball nach einer Ecke.
Verbissen mühten wir uns, den Auswärtssieg einfahren zu können und kämpften um jeden Meter.
Wir hatten jedoch auch Pech, als der ansonsten starke und souveräne Schiedsrichter einen klaren Elfmeter an Sascha Marx nicht geben wollte und das Spiel weiterlaufen ließ.
Die Burbacher konnten sich kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien, waren in ihren wenigen Offensivaktionen jedoch auch gefährlich und zielgerichtet. Doch ihre Stürmer fanden in den stark aufspielenden Abwehrspielern ihren Meister. Als in der 70. Minute ein gegnerischer Stürmer doch seinem Bewacher entkommen konnte und allein aufs Tor zulief konnte Torwart Scholtes den Ball jedoch noch durch frühzeitiges Herauslaufen klären.
Als nur noch 10 Minuten zu spielen waren, rief Josef neue taktische Instruktionen aufs Feld.
Er beorderte Christian Scheer weiter nach vorne, damit er sich durch seine Schnelligkeit im Strafraum durchsetzen konnte.
Als dieser in der 85. Minute wieder einmal zu einem seiner schnellen Läufe ansetzte und in den gegnerischen 16er eindringen konnte, ließ er sich nur noch durch ein Foulspiel stoppen und diesmal gab der Unparteiische den berechtigten und fälligen Strafstoß.
Der eingewechselte Sascha Marx hielt dem Druck stand und verwandelte den Elfmeter eiskalt.
Kurz vor Schluss also doch noch die verdiente Führung.
Das letzte Aufbäumen der Burbacher konnte schließlich auch nicht mehr die Wende bringen. Fips hatte sogar noch die Führung auf dem Fuß als er von der Mittellinie den gegnerischen Abstoß direkt volley zurückbeorderte, das Tor jedoch um ein knappes Stück verfehlte.

Unterm Strich steht ein verdienter Dreier, da wir das Spiel eine Stunde lang beherrschen konnten und die Burbacher zumeist in der Defensive binden konnten, welche in der zweiten Halbzeit keine nennenswerten Strafraumszenen mehr hatten und auch in ihrer guten ersten halben Stunde nicht zielgerichtet genug waren, um ein Tor zu erzielen.

Nächste Woche steht uns dann ein schweres Heimspiel gegen den Tabellenzweiten aus Neidenbach bevor, gegen die wir uns allerdings mit ähnlich guten Leistung wie heute nicht verstecken müssen, sondern wieder mutig und engagiert unser Spiel durchziehen müssen.

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