Egon der Schreckliche mutiert wieder einmal zum Derbyhelden

————–H.-P. Nosbüsch——-E. Gansen————–
C. Scheer——————————————-C. Lacher
—————-T.Thielen———-E. Fuchs——————–
————————-C. Fuchs——————————-
—A.Roth—————————————-F. Lohmar—
————————-M. Masselter—————————
————————M. Scholtes——————————-

Die glorreichen Derbytage gehen weiter. Nachdem die erste Mannschaft am vergangenen Sonntag die Koosbüscher mit einem fulminanten 4:2 Heimsieg wieder zurück auf ihren Hügel geschickt hatte, wollte die zweite Mannschaft diese perfekte Vorlage natürlich mit einem Sieg im Feindesland vergolden.
Gleich auf vier Positionen musste Trainer Josef Scholtes seine Mannschaft im Gegensatz zur 2:1 Niederlage aus der Vorwoche verändern. Für den Rot-Sünder Sascha Thielen, der für die Zurschaustellung seiner Torwartkünste im letzten Spiel frühzeitig den Platz verlassen musste, rückte Michael Masselter auf die Libero-Position.
Im Mittelfeld gab es gleich drei Änderungen. Der schnelle Christian Scheer sollte über die Außen Druck machen und den Koosbüschern Knoten in die Beine spielen, während Thomas Thielen und Edmund Fuchs das Spiel aus der Zentrale heraus dirigieren und an sich reißen sollten.

Gleich von Beginn an zeigte die zweite Mannschaft viel Leidenschaft und Engagement. Der Ball rollte sehr schön über mehrere Stationen und so musste der Gegner gerade in der Anfangsphase viel laufen. Die angedachte Taktik von Josef Scholtes ging bis dato sehr gut auf. So war es auch kein Wunder, dass sich unseren Stürmern dicke Chancen zur Führung boten. Doch weder Egon Gansen aus zentraler Position noch Hans-Peter Nosbüsch nach einem schönen Schuss aus der Drehung wollte der hochverdiente Führungstreffer gelingen.
In der 31. Minute platzte dann schließlich doch der Knoten. In der Koosbüscher Abwehr entstand eine große Unordnung und niemand konnte den Ball entscheidend klären. Ein solcher missglückter Versuch landete schließlich genau vor den Füßen unseres Top-Scorers Egon, der sich eine solche Einladung natürlich nicht entgehen lässt. Eiskalt netzte er zur 1:0 Führung ein. Die vielen mitgereisten Auswärtsfans verwandelten die Außenlinie zu einer Freudenfeier und die Stimmung war grenzenlos.
Doch sollte dies nur der Anfang sein. Nach dem Anstoß der gegnerischen Mannschaft konnten wir uns den Ball beinahe sofort zurückerobern und Christian Scheer wurde an der linken Außenlinie lang geschickt. Mit einer maßgeschneiderten Flanke auf Egon Gansen, der den Torhüter mit einem wuchtigen Kopfball in alter Weißer-Feder-Manier überlisten konnte, schraubten wir das Ergebnis auf 2:0 hoch.
Mit dieser vermeintlich sicheren Führung im Rücken ließen wir es nun etwas ruhiger angehen. Die Koosbüscher konnten zwar etwas mehr Ballbesitz daraus gewinnen als noch in den ersten 30 Minuten, doch etwas wirklich zählbares kam dabei nicht heraus.
Bis in der 38. Minute ein vermeintliches Foulspiel gegen uns gepfiffen wurde. Die Torentfernung betrug etwa 30 Meter aus zentraler Position. Bis heute weiß der Autor dieses Berichts nicht, was in diesem Moment in Torwart Marcel Scholtes vorgegangen ist. Bei dem eigentlich relativ harmlosen Freistoß, der über die Mauer hinweg aufs Tor geschossen wurde, verschätzte er sich maßlos, sodass der Ball direkt zwischen ihm und dem Pfosten im Tor einschlug.
Doch Mund abputzen und weiter machen musste die Devise lauten und so ging man mit dieser knappen 2:1 Führung und diesem dummen Gegentor in die Pause. Man hatte rund 40 Minuten ein gutes Spiel mit vielen gelungenen Kombinationen gezeigt und dem Gegner eigentlich kaum Platz zum spielen gelassen. Wenn man an diese Leistung anknüpfen könnte, würde man dieses Spiel auf jeden Fall gewinnen.
Die zweite Halbzeit entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch und es entstand auch auf dem Platz diese Debyatmosphäre, für die jeder Fußballer dieses Spiel liebt. Bissige und rassige Zweikämpfe und viele Torraumszenen kennzeichneten diesen Spielabschnitt.
In der 60. Minute konnte ein gegnerischer Stürmer aus halblinker Position in den Strafraum eindringen und kam zum Abschluss. Diesen guten Schuss konnte Torwart Scholtes noch gerade so mit den Fingerspitzen gegen die Latte abwehren, und der Ball konnte schließlich aus dem 16er geklärt werden.
Keine 5 Minuten später gelang es den Koosbüschern einen Stürmer in stark abseits-verdächtiger Position frei anzsupielen, sodass dieser alleine auf den Torwart zulaufen konnte. Doch mit einer starken Reaktion konnte dieser das 1-gegen-1-Duell für sich entscheiden und ließ sich auch nicht vom pöbelnden Koosbüscher Anhang hinter seinem Tor aus der Ruhe bringen.
Erst der eingewechselte Sascha Marx konnte in der 70. Minute für eine gehörige Portion Sicherheit sorgen, als er nach wunderschönen TT-Flanke einfach richtig stand und der Ball von ihm ins Tor prallte. Da muss ein Stürmer einfach stehen.
Langsam fanden wir auch wieder zu unserem guten Spiel zurück und wollten uns mit einem 3:1 noch nicht zufrieden geben. So blieben wir auch weiterhin gefährlich und Angriffe, egal ob sie von außen oder durch die Mitte vorgetragen wurden, durften das Prädikat „schön gespielt“ für sich beanspruchen. Die Defensive des Gegners kam mit dieser forschen Spielweise überhaupt nicht zurecht, sodass wieder ein individueller Fehler zu einem Tor führte. Wieder bekam die Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone heraus und wieder war es Egon Gansen, der daraus Kapital schlagen konnte und den freilaufenden Thomas Thielen bedienen konnte. Dieser schloss das Kapitel Derbywoche in der 79. Minute dann mit einem herrlichen Rechtsschuss unhaltbar aus dem Hintergrund zum 4:1 ab.

Als schließlich der Schlusspfiff ertönte, war klar: Wir ham den Derbysieg! So konnten wir innerhalb von 4 Tagen 6 Punkte gegen den verhassten Nachbarn holen und klar aufzeigen, wer die Nummer 1 im Gebiet ist!

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