Wetterbedingt musste unser drittes Heimspiel hintereinander dieses Mal wieder in Mettendorf stattfinden. Da am letzten Wochenende trotz 2 Versuchen kein Sieg auf dem Rasen errungen werden konnte, hatte man diesmal die Chance, es auf der roten Erde besser zu machen.
Dass der Gegner Lambertsberg jedoch keine Laufkundschaft sein würde, war jedem klar. Erschwerend hinzu kam dann auch noch, dass das Spiel der Lambertsberger Zweiten der schlechten Witterung wegen abgesagt worden war.
Trainer Scholtes wechselte die Mannschaft im Vergleich zum letzten Spiel auf zwei Positionen. Ins Tor kehrte Stefan Dietmann zurück, während „Rotsünder“ Florian Lohmar nach abgesessener Strafe wieder auf seine linke Außenbahn zurückkehrte.
Kompakt und aus einer sicheren Defensive heraus wollte man das Spiel gegen eine offensivstarke Mannschaft angehen und mit schnellen und gezielten Vorstößen für Gefahr sorgen.
Das Spiel war daher auch nichts für Fußballfeinschmecker, sondern eher etwas für Taktikfreaks. Die Systeme beider Mannschaften neutralisierten sich quasi und auch unsere Abwehr ließ den schnellen Stürmern keinen großen Raum zu Kombinationen und Vorstößen. Echte und klare Torchancen waren auf beiden Seiten zunächst Mangelware.
Erst ein langer Ball auf Egon "Egonist" Gansen in der 25. Minute vermochte die gegnerische Abwehr ins Schwitzen zu bringen. Leider übersah er in dieser Situation den in der Mitte freistehenden Thomas Thielen und suchte selber den Abschluss. Doch sein Schuss ging knapp am Gehäuse vorbei.
Die Gäste brauchten eine Standartsituation, um etwa 5 Minuten später für Gefahr zu sorgen, nämlich einen Freistoß aus zentraler Position, etwa 10 Meter hinter der Mittellinie.
Die „langen Kerls“ der Gäste waren alle mit nach vorne gekommen und lauerten auf Höhe des 16ers auf die hereinkommende Flanke. Der Schütze brachte den Ball hoch in den 16-Meter-Raum hinein. Zu hoch und zu weit für seine aufgerückten Teamkollegen. Der Ball, lange in der Luft, senkte und senkte sich schließlich, tippte kurz vor dem herauseilenden S. Dietmann auf und sprang von dort aus über ihn ins Tor.
Ein Schock für die Mannschaft. Doch man ließ sich nicht unterkriegen und versuchte weiterhin mit Herzblut und Einsatz dagegen zu halten.
Zu hohen Einsatz legte der Gegner jedoch an den Tag. So wurde zum Beispiel eine klare Tätlichkeit, ein Lambertsberger warf unserem Spieler den Spielball mit voller Absicht ins Gesicht, vom Schiedsrichter lediglich mit gelb bestraft. (obwohl er, nach eigener Aussage, eigentlich garnichts gesehen hatte…)

Nach dem Pausenpfiff wollte Trainer Scholtes mit der Hereinnahme des Jugendspielers Fischer weiter in die Abteilung Attacke investieren. Das System sollte jedoch gleich bleiben. Beide Mannschaften kamen nun zu mehr Torchancen als noch in der ersten Halbzeit. So verpassten etwa die Lambertsberger gleich zweimal ihre Führung auszubauen, als sie frei vor dem Tor auftauchten, mögliche Abseitsentscheidungen seien dabei außer Acht gelassen.
Auch unsere Mannschaft drückte, riss schließlich zwischenzeitlich mehr und mehr das Zepter des Spiels an sich, konnte jedoch nichts Zählbares herausarbeiten.
In der 70. Minute war es schließlich wieder ein Lambertsberger, der mit einer Tätlichkeit auf sich aufmerksam machte und diesmal auch richtigerweise vom Schiedsrichter mit der roten Karte des Feldes verwiesen wurde. Nun waren wir also auch noch ein Mann mehr und versuchten diese Überlegenheit auszuspielen.
Mitten in diese Druckphase fiel dann der zweite Gegentreffer. Ein Ballverlust im Mittelfeld und die aufgerückte Abwehr konnte den schnellen Konter nicht verhindern, sodass man nun mit zwei Toren im Hintertreffen lag und dies schließlich auch beim Schlusspfiff blieb.

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